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28.02.2010 Mit Böen bis zu 115 Stundenkilometern fegte Sturmtief Xynthia gestern über Frankfurt hinweg und richtete zum Teil erhebliche Schäden an. Die Windböen entwurzelten zahlreiche Bäume, deckten Dächer ab und legten den Verkehr auf Straßen und Schienen lahm. Weiterhin wurden drei Personen verletzt. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro
Der THW Ortsverband Franfurt wurde in den Mittagsstunden von der Branddirektion Frankfurt alarmiert. Der erste Einsatzauftrag erfolgte kurz nach 14 Uhr. Tätigkeitsschwerpunkte waren umgestürzte Bäume und lose Dachteile. An der Alten Oper entfernten die Einsatzkräfte des THW einige Gerüstplanen, um die Baustelle sturmsicher zu machen. Das THW Frankfurt war mit über 30 Helfern im Einsatz.
Durch umgestürzte Bäume und abgestürzte Dächer kam es im gesamten öffentlichen Nahverkehr auf allen Autobahnen sowie im innerstädtischen Verkehr zu erheblichen Behinderungen. So musste die A 3 in Höhe des Flughafens in beiden Richtungen gesperrt werden, nachdem dort eine größere Plakatwand auf die Fahrbahn zu stürzen drohte. Im Stadtgebiet wurde zeitweise der öffentliche Nahverkehr eingestellt.
Reinhard Ries, Direktor der Branddirektion, lobt die Arbeit der Einsatzkräfte: "Alle Einsatzkräfte haben großes Engagement und Umsichtigkeit bei der schnellen Bewältigung der Einsatzlagen bewiesen. So konnten Gefahren für die Frankfurter Bevölkerung schnell verhindert oder behoben werden."
Über 2.400 THW-Kräfte aus 124 Ortsverbänden waren seit Sonntagmorgen bundesweit im Einsatz.
Betroffen waren besonders Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Deutschland forderte der Sturm mindestens sechs Tote und zahlreiche Verletzte. Europaweit sorgte das Sturmtief für starke Schäden. Am stärksten betroffen war Frankreich, wo der Durchzug von Xynthia mindestens 45 Menschen das Leben kostete.
Text: Alexander Mann/THW/Branddirektion Frankfurt
Fotos: Alexander Mann