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Auf dem Gelände der Frankfurter Niederlassung, eines der größten Altmetallhändlers Europas wurden von einem bekannten Autoverwerter zwei PKW gestellt. Zunächst wurde ein auf der Seite liegender PKW gegen das Kippmoment mit zwei Leiterteilen in einer stabile Seitenlage gesichert. Danach wurden verschiedene Methoden erprobt die Scheiben zu entfernen. Für die Frontscheibe hat sich das Bergungsbeil mit Sägeaufsatz gut bewährt. Die Seiten- und Heckscheiben werden abgeklebt und können dann angeschlagen sicher und in einem Stück herausgenommen werden.
Um möglichst große Rettungsöffnungen herzustellen wurden verschiedene Methoden ausprobiert. Die Option vom Heck ausgehend beide Türen mit B-Säule zu entfernen dauerte ca. 20 Minuten, eine einzelne Türe vom Scharnier ausgehend nur ca. 8 Minuten. Um nach Entnahme der Scheiben das Autodach zu entfernen war es überraschender Weise mit der Hydraulikschere sehr schwierig insbesondere die C-Säule zu durchtrennen Aufgrund der Verkleidungsteile und der kleinen Scheröfflung hat dies fast 30 Minuten gedauert und musste letztlich mit Muskelkraft umgebogen werden. Das zweite Autodach konnte mit der Säbelsäge in sage und schreibe vier Minuten abgenommen werden. Sehr kompliziert war es hingegen trotz der großen Rettungsöffnungen einen Autositz herauszunehmen, beispielsweise im Falle des Verdachts auf Wirbelsäulenverletzungen. Doch auch dies war mit dem Fleiß und Geschick der Helfer nach ca. 15 Minuten gelungen.
Nach einer Airbag-Vorführung mit Live-Sprengungen, bei dem auch die Helfer selbst die Sprengung auslösen konnten ist nun auch der Umgang mit Airbags bekannt, u.a. wo diese zu finden sind und was im Umgang mit ihnen zu beachten ist. Jedoch ist die Kernaussage, dass diese im Falle einer versehentlichen Auslösung im Rettungsfall außer einem Schreckmoment nur sehr selten Verletzungen hervorrufen.
Nach einigen Übungen bewusstlose Personen möglichst schonend aus verschiedenen Lagen in PKWs und LKWs zu retten und sowie einer Personenrettung auf Wasserwegen konnte diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei möchten wir uns insbesondere beim Autoverwerter für die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge sowie beim Altmetallhändler für das Gelände und die freundliche Unterstützung bedanken.
Die 1.Bergungsgruppe hingegen beschäftigte sich zuerst mit der Aufgabe einen Behelfsanleger für die Fachgruppe Wassergefahren zu errichten. Nach kurzer Einweisung in das Arbeiten an Gewässern wurde auch schon damit begonnen den Auftrag umzusetzen. Nach dem der Anleger fertig gestellt war konnte mit der Personenrettung begonnen werden. Erst durch den Anleger würde nämlich ein sicheres Arbeiten an der Kaimauer möglich. Im laufe des Tages wurde so verschiedene Möglichkeiten des Verletztentransport erprobt.
Zum Abschluss gab es noch eine Kurzübung, welche die FGr. W für die Bergungsgruppen ausrichtet. Eine verletzet Person musste über den Wasserweg gerettet werden und dann über die Kaimauer hinweg aus dem Wasserfahrzeug zum gedachten Behandlungsplatz transportiert werden.