Frankfurt Frankfurt

Ehemalige Kraftfahrzeuge des THW Ortsverbandes Frankfurt

Im Laufe der Zeit durchlief das Technische Hilfswerk verschiedene strukturelle Änderungen, die jeweils auch Änderungen bei der Ausstattung zur Folge hatten.

Austausch eines GKW 1 im Jahre 2003

Anfang 2003 konnte durch den Ortsverband Frankfurt ein fabrikneuer Gerätekraftwagen 1 im 1. Technischen Zug in Dienst gestellt werden, der den abgebildeten GKW alter Bauart ersetzte.

Beim abgegebenen Fahrzeug handelt es sich um einen Gerätekraftwagen 1 vom Typ "GKW 72", der Anfang der 70er-Jahre als Gerätekraftwagen für die ehemaligen Bergungszüge konzipiert wurde. Die Fahrzeuge wurden fast 20 Jahre lang in nahezu identischer Ausführung beschafft. Lediglich die Fahrgestelle änderten sich, so dass die letzten Exemplare Anfang der 90er-Jahre auf Mercedes- und Iveco-Frontlenker-Basis ausgeliefert wurden.

Änderungen mit Umsetzung des Komponentenmodells im Jahre 2004

Die Umsetzung des Komponentenmodells zog erhebliche Änderungen in Hinblick auf die Ausstattung mit Kraftfahrzeugen und Ausstattung im Ortsverband Frankfurt nach sich.

Wesentliche Änderungen ergaben sich durch die Auflösung der 2. Bergungsgruppen im 2. und 3. Technischen Zug sowie die Abgabe der Fachgruppe Trinkwasserversorgung. Die Fachgruppe Infrastruktur wurde in eine Fachgruppe Beleuchtung vom Typ A umgewandelt, die STAN der Fachgruppe Ölschadensbekämpfung wurde erheblich geändert.

Im Rahmen der Umsetzung des Komponentenmodells wurde ein Mannschaftstransportwagen auf Basis Ford Transit frei, so dass der bisherige Mannschaftslastwagen ausser Dienst gestellt werden konnte.

Das Fahrzeug wurde ursprünglich aus Beständen der ehemaligen Instandsetzungszüge übernommen. Im Rahmen der Umstrukturierung des THW im Jahre 1995 wurden viele dieser Züge aufgelöst und die Fahrzeuge wurden dann grösstenteils den Jugendgruppen zur Verfügung gestellt. Aufgrund des relativ hohen Alters und des technischen Zustandes wurde das Fahrzeug im Anschluss ausgesondert.

Im Rahmen der Umstrukturierung wurde die 2. Bergungsgruppe des 2. Technischen Zuges aufgelöst. In diesem Zusammenhang wurde auch der zur Verfügung stehende Gerätekraftwagen 2 einschliesslich der Ausstattung an einen anderen Ortsverband abgegeben.

Im Rahmen der Einführung des Komponentenmodells wurde deutschlandweit eine grosse Zahl von Gerätekraftwagen 2 durch Umstrukturierung der Fachgruppen einer neuen Verwendung zugeführt. In der Regel werden sie nun als Mannschaftslastwagen bis zur Auslieferung der neu nach STAN vorgesehenen Fahrzeuge aufgebraucht.

Gleiches passierte auch mit dem ehemaligen Gerätekraftwagen 2 des 3. Technischen Zuges. Auch dieser wurde einer neuen Verwendung in einem anderen Ortsverband zugeführt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Fahrzeuge leer an die übernehmenden Ortsverbände übergeben wurden und dort entsprechend ihrer zukünftigen Verwendung neu bestückt wurden. Die alte Ausrüstung wurde im Geschäftsführerbereich verteilt, um bestehende Lücken in der Ausstattung der Einheiten auszugleichen.

Analog zum 2. Technischen Zuge wurde auch im 3. Technischen Zug die 2. Bergungsgruppe aufgelöst.

Grosse Veränderungen vollzogen sich insbesondere bei der Fachgruppe Ölschadensbekämpfung, deren Aufgabenstellung völlig neu definiert wurde. In diesem Zusammenhang entfiel die Ausrüstung mit Wasserfahrzeugen.

Das in Frankfurt vorhandene schwere M-Boot zum Ziehen der Ölsperre auf Binnengewässern wurde in diesem Zusammenhang an einen anderen Ortsverband an der Küste abgegeben.

Boote dieses Typs waren ursprünglich von den Pioniereinheiten der Bundeswehr übernommen worden. Das Boot lag einsatzbereit im Osthafen, konnte aber auch mit Hilfe eines überlangen Anhängers zu Lande transportiert werden.

Ähnlich wie das M-Boot wurde im Rahmen der Neustrukturierung auch der vorhandene Mannschaftslastwagen frei. Dieser wurde im Anschluss an den Ortsverband Neu-Isenburg abgegeben.

Die Fahrgestelle für Mannschaftslastwagen dieses Typs waren Anfang der 90er-Jahre noch zum Aufbau als Mannschaftskraftwagen beschafft worden. Durch die Umsetzung des Konzeptes "THW 2001" wurden Fahrzeuge dieses Typs aber nicht mehr benötigt, so dass diese Fahrgestelle als Aufbau eine Pritsche mit Spriegel und Plane erhielten.

Änderungen im Fahrzeugbestand im Jahre 2005

Im Jahre 2005 konnten einige Fahrzeuge im THW Ortsverband Frankfurt durch Tausch bzw. Neubeschaffung ausser Dienst gestellt werden.

Im Frühjahr erhielt der THW Ortsverband Offenbach einen neuen LKW-Kipper auf M.A.N.-4achs-Fahrgestell.

Im Rahmen dieser Neubeschaffung wurde der vorhandene Kipper an den Ortsverband Frankfurt abgegeben.

In diesem Zusammenhang konnte der bisher vorhandene Kipper ausser Dienst gestellt und an den benachbarten Ortsverband Hofheim abgegeben werden.

Im Rahmen der Umstellung des PKW-Fahrzeugparks durch neue Rahmenverträge mit verschiedenen PKW-Herstellern konnte Anfang des Jahres auch der bisherige PKW des Landessprechers ausser Dienst gestellt werden.

Aufgrund des Alters und des technischen Zustands wurde das Fahrzeug durch das THW ausgesondert. Ersetzt wurde das Fahrzeug durch einen "zivilen" BMW 320d touring, dessen Lackierung nunmehr in Silbermetallic gehalten ist. Lediglich das Kennzeichen weisst bei den neuen Fahrzeugen auf eine Nutzung durch das THW hin.

Im Dezember 2005 konnte schliesslich noch ein fabrikneuer Mannschaftstransportwagen für die Jugendgruppe übernommen werden. Im Gegenzug wurde der bisher als Mannschaftstransportwagen und Einsatzleitwagen genutzte Ford Transit ausser Dienst gestellt.

Das Fahrzeug war vor seiner Nutzung durch die Jugendgruppe Anfang der 90er Jahre dem Ortsverband Frankfurt ursprünglich als OV-Kombi zur Verfügung gestellt worden und wurde später durch den 3. Technischen Zug als Zugtruppfahrzeug genutzt.

Das Fahrzeug wurde an den THW Ortsverband Wiesbaden zur weiteren Nutzung bei der dortigen Jugendgruppe abgegeben.

Änderungen im Fahrzeugbestand im Jahre 2006

Im Frühjahr 2006 wurde im Rahmen einer weiteren Umverteilung von Jugendfahrzeugen ein Mannschaftslastwagen, der bisher durch die Jugendgruppe genutzt wurde, abgegeben.

Das Fahrzeug wurde an den Ortsverband Bad Homburg zur Nutzung durch die dortige Jugendgruppe weitergegeben.

Im Gegenzug erhielt der Ortsverband Frankfurt einen Fiat Ducato, der insbesondere durch die Minigruppe genutzt wird.

Im Oktober wurde das bisher vorhandene zweiachsige Wechselladerfahrzeug auf MAN-Basis durch ein neueres dreiachsiges Fahrzeug auf Mercedes-Basis durch die Branddirektion ersetzt.

Dies war nötig, da die neuen Wechselaufbauten durch ihre Grösse und ihr höheres Gewicht ein Fahrzeug mit mehr Nutzlast erfordern.

Das bisherige Fahrzeug wurde an die Branddirektion zurückgegeben und dort über die VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben.

Änderungen im Fahrzeugbestand im Jahre 2008

Im Sommer 2008 mussten mehrere Fahrzeuge unfallbedingt bzw. aus wirtschaftlichen Gründen ausgesondert werden.

Hierunter befand sich unter anderem leider auch der erst im Frühjahr 2006 in Dienst gestellte Mannschaftstransportwagen, der auch als Jugend-MTW diente.

Durch einen Unfall wurde das Fahrzeug im Bereich des Hecks so stark am Fahrzeugrahmen beschädigt, dass eine Reparatur aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr möglich war und das Fahrzeug daher ausgesondert werden musste.

Als Übergangslösung nutzte der Ortsverband Frankfurt dann einen Mannschaftstransportwagen auf Basis eines älteren Ford Transit, der vom Ortsverband Lorch im April 2009 übernommen wurde.

Durch ein Neufahrzeug ersetzt werden konnte das Fahrzeug erst im März 2010 durch einen MTW auf VW T5-Basis im Rahmen einer größeren Beschaffungswelle von MTWs auf Bundesebene.

Gleiches gilt für denLastkraftwagen mit Ladebordwand, bei dem eine Reparatur aufgrund seines hohen Alters nicht mehr im Verhältnis zum Zeitwert stand.

Neben der Reparatur eines Unfallschadens wären einige größere verschleissbedingte Reparaturen nötig gewesen, die den Zeitwert bei weitem überstiegen.

Für den Ortsverband stellte diese Aussonderung ein Problem dar, da nunmehr kein Fahrzeug mit Ladebordwand zum Transport von Gütern mit Gabelhubwagen mehr zur Verfügung stand.

Ungefährt zeitgleich mit den vorgenannten Fahrzeugen kam es bei einem älteren Mannschaftstransportwagen während einer Überführungsfahrt zu einem Kupplungsschaden.

Die Reparatur dieses Schadens hätte weitere Folgereparaturen am Getriebe zur Folge gehabt, die weit über dem Zeitwert des Fahrzeugs lagen.

Es wurde daher entschieden, das Fahrzeug auszusondern und über die VEBEG zu veräußern.

Änderungen im Fahrzeugbestand im Jahre 2010

Im Frühjahr 2010 wurde im Rahmen des Zulaufs eines neuen Wechselladerfahrzeugs ein Kipper, der bisher durch die Fachgruppe Ölschaden-C genutzt wurde, abgegeben.

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